Die Future Parade war die Technoparade mit der wohl urigsten Strecke. Seit 1997 zog sie durch die 3.000-Seelen-Gemeinde Brockhagen bei Bielefeld und anschließend mit den Musiktrucks in den nahe gelegenen Wald zum Afterrave. Dabei lockte sie in Spitzenzeiten bis zu 55.000 Raver an.
Dank der verhältnismäßig riesigen Besucherzahl wurde die Future Parade schnell überregional bekannt, in ganz Nordrhein-Westfalen kannte man die zum Kult avancierte Technoveranstaltung. Discotheken aus dem gesamten Umland waren mit eigenen Trucks vertreten, teilweise wurden sogar große Warm-Up-Parties veranstaltet.
Obwohl man es auf Grund der vielen Besucher kaum gedacht hätte, gestaltete sich die Anreise nach Brockhagen durchaus schwierig. Brockhagen hat bis heute keinen Bahnhof und so gelang die Anfahrt ohne PKW nur bis zur 8 km entfernten Geisterstadt "Rote Erde". Von dort ging es mit dem Taxi weiter. Auf dem Rückweg musste man sich auf lange Wartezeiten einstellen, denn in "Rote Erde" fuhr nur alle 2 - 3 Stunden ein Zug.
Niedergang
Nach 7 Jahren war Schluss mit der Mega-Party im Mini-Dorf. Nachdem sich zahlreiche Anwohner wegen der Lärm- und Müllbelästigung beschwert hatten, wurde die Future Parade regelrecht aus Brockhagen vertrieben.
Der Veranstalter Michael Schmidt trat daraufhin in Verhandlungen mit der Stadt Bielefeld und fand den Kompromiss, die Veranstaltung am so genannten "Bielefelder Boulevard", einem Gelände rund um den Hauptbahnhof, durchführen zu dürfen.
Wegen der Auflage, die Trucks müssten stehen statt zu fahren, verkam die Parade zu einem lauen Steh-Event und lockte kaum noch Besucher an. Eine weitere Ausgabe sollte es nicht geben.
Aktuelles
2007 wurde die Marke "Future Parade" beim Patentamt gelöscht, ein Jahr später folgte auch die Löschung der Internetseite. Die Domain futureparade.de gehört seitdem zu RaveSite.de und wartet auf einen Mutigen, der die Parade reanimieren möchte.